Reisedruchfall- was tun?

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Wie behandelt man einen Reise-Durchfall?

An erster Stelle steht die Dehydratation, um den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust als Folge des Durchfalls auszugleichen und zum Schutz vor dem Austrocknen.


Orale Rehydratationstherapie

Im Rahmen von Infektionskrankheiten entwickelte die WHO eine definierte orale Rehydratationstherapie (WHO-ORS): wässrige Lösung mit Zucker (Glukose), Kochsalz (Natriumchlorid) und anderen Elektrolyten.

 

Auf 1 Liter Trinkwasser:

8 gestrichene Teelöffel Zucker

1 gestrichener Teelöffel Kochsalz

3/4 Teelöffel Backpulver (Natriumbikarbonat)

wenn vorhanden zur Geschmacksverbesserung und zur Kaliumanreicherung kann das Ganze mit Fruchtsaft abgeschmeckt werden oder man soll zusätzlich 1-2 Bananen essen.

Kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel sind schuld am Reisedurchfall
Das Risiko an einer Reise-Diarrhoe zu erkranken hängt – ausser vom Reiseziel – auch von den Hygienemassnahmen sowie der Ernährung ab.
In den meisten Fällen sind es Bakterien, die durch verschmutztes Wasser oder durch kontaminierte Lebensmittel aufgenommen werden. Durch ungewohnte Klimaverhältnisse, Jetlag und durch das ungewohnte Essen ist das Abwehrsystem anfälliger und die Erreger haben ein leichtes Spiel. Dabei können bereits einfache Verhaltensregeln diese Erkrankung verhindern.

Der Leitsatz jedes Reisenden: Boil it, cook it, peel it or forget it! – Siede es, koche es, schäle es oder vergiss es!

Aber: 98% der Reisenden essen ''riskante'' Nahrungsmittel während den ersten 3 Tagen, 71% essen Salate oder ungekochtes Gemüse und 53% nehmen Eiswürfel in Drinks. Damit sind schon die schlimmsten ''Esssünden'' aufgedeckt.

Die Folgen:
Übelkeit, Erbrechen und Durchfall! Dies führt zu einem hohen Flüssigkeitsverlust, was vor allem bei Kindern und älteren Menschen schnell zu lebensgefährlicher Austrocknung und Kreislaufstörungen führen kann. Aber auch jüngere Erwachsene können bei Hitze sehr schnell austrocknen.